Evangelische Lebenskunst

 

nimmt gegenüber dem eigenen Leben die gleiche konzentrierte, geduldige, leidenschaftliche und auf Sorgfalt bedachte Haltung ein, wie sie ein Künstler gegenüber seinem Kunstwerk einzunehmen pflegt. Sie gibt zugleich dem christlichen Glauben in evangelischer Tradition Gestalt. Sie ist gedacht für Menschen, die ihr Christentum nicht länger verwalten lassen, sondern bewusst leben und gestalten wollen. Gelingt sie, dann bewirkt sie Gelassenheit, Achtsamkeit und Präsenz. So trägt sie dazu bei, dass die Kirche Ausstrahlung, Anziehungskraft und Glaubwürdigkeit gewinnt.

 

Diese zwölf - also: drei mal vier - Regeln der Evangelischen Lebenskunst entsprechen der Übersicht der "Dreimalvier"-Themen - siehe unten am Ende der Seite.

 

Je mehr Menschen wenigstens eine der Regeln zu ihrem Herzensanliegen machenund im eigenen Leben umsetzen, um so mehr Dynamik kehrt in unsere evangelische Kirche zurück.   


Die drei mal vier Regeln der Evangelischen Lebenskunst

 

1. Wir üben uns im Schweigen und schaffen Raum, um Gott zu begegnen und das Gespräch mit ihm zu suchen.

 

2. Wir studieren regelmäßig die Schriften der Bibel. Sie dokumentieren die Geschichte Gottes mit den Menschen.

 

3. Wir entscheiden, ob wir unsere Taufe, Gottes Bund mit uns, annehmen und Jesus folgen.   

 

4. Wir vergewissern uns unserer Berufung: Wofür übernehmen wir Verantwortung? Welcher Mensch, welche Menschen brauchen uns? Was trägt uns? Was und wen brauchen wir?

 

5. Wir suchen das Gespräch mit denen, die wie wir das Gespräch mit Gott suchen. Wir erzählen uns gegenseitig und hören uns zu. Wir üben Gastfreundschaft.

  

6. Wir lesen gemeinsam in den biblischen Schriften. Sie erzählen auch unsere Geschichte.

 

7. Wir halten Tischgemeinschaft und feiern das Brotbrechen. So bekräftigen wir den neuen Bund.

 

8. Wir verbünden uns, beten füreinander, segnen uns gegenseitig und stärken uns den Rücken. Wir sind füreinander verlässlich.

 

9. Wir bereiten uns auf den Gottesdienst vor, indem wir bewusst vor Gott treten.

 

10. Wir prüfen, ob Gott durch die Verkündigung, zu zu uns und zur Gemeinde gesprochen hat.

 

11. Wir bekennen uns zum neuen Bund, in dem wir Brot und Wein empfangen. 

 

12. Wir lassen uns segnen und beteiligen uns daran, andere zu segnen.

 

 


Hier erscheinen bald die Materialien - oder sie sind schon da:


Übersicht über "Das Kleine Dreimalvier der Evangelischen Lebenskunst"

 

Sie wird in der Präsentation "Selber Kirche Sein" und der Einführung genauer erläutert: