Meditation über die Kirchenordnung 

 

...aus Anlass der 73. rheinischen Landessynode (12.-16. Januar 2020) in Bad Neuenahr und der Presbyteriums-Wahlen (1. März 2020): Was wäre wenn...? (Übernahme aus dem Infobrief des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland) mehr

Paradigmenwechsel (1) (2) (3) (4) (5) (...)

Der katholische Ökumeniker und vielleicht der letzte Universalgelehrte Europas, Hans Küng, hat den Begriff "Paradigmenwechsel" in die kirchengeschichtliche Betrachtung eingeführt. Was wie ein Niedergang des kirchlichen Lebens aussieht, ist tatsächlich ein Paradigmenwechsel, mindestens aber ein tiefgreifende Verwandlung der Kirchen. mehr

 

75 Jahre "Von Guten Mächten..."

Es ist jetzt ziemlich genau 75 Jahre her, dass Bonhoeffer jenes Lied niedergeschrieben hat, das heute zweifellos zu den meist gesungenen Liedern zum Jahreswechsel gehört und auch nicht nur zur Jahreswende gesungen wird. mehr

 

Ein Modell für die Zukunft der Kirche

Die Volkskirche, die ihre Basis in der kirchensteuerpflichtigen Mitgliedschaft hat, liegt bald hinter uns. Vor uns liegt eine neue Gestalt der Kirche. Sie gründet sich auf die Verabredung, gemeinsam den christlichen Glauben entschlossen und verlässlich zu leben und zu gestalten. mehr



EKU - ERNEUERUNG der KIRCHE von UNTEN

 

EKU - das war mal die Abkürzung für die Nachfolge-Organisation der Evangelischen Kirche in Preußen nach 1945. ("Evangelische Kirche der Union"). Die gibt's nicht mehr.

 

Heute heißt EKU was anderes: ERNEUERUNG der KIRCHE von UNTEN.

Die Kirche hat in 2000 Jahren immer wieder Erneuerung, Erwachen, Aufbruch und Wachstum erlebt. Aber: Sie kam NIE von oben. Sie kann nur von unten kommen. Nur aus dem Kirchenvolk selbst. Nie von Kirchenleitungen oder Bischöfen. Die können allenfalls die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Mehr nicht. An der Erneuerung des Glaubens und des Lebens in der Kirche können sich alle beteiligen.

 

Dazu ist nur eines nötig: Ihr müsst euch verabreden. Schon wenn ihr euch dazu verabredet, eine einzige der folgenden drei mal vier Regeln umzusetzen, tragt ihr euren Baustein zur EKU bei.

 

Voraussichtlich am 10. Mai 2020 wird es in Solingen Ketzberg den EKU-Tag geben. Mit diesem Tag werde ich mich aus dem aktiven Dienst in der Kirche verabschieden. Notiert den Tag schon mal. Genauere Informationen folgen.


Die drei mal vier Regeln der Evangelischen Lebenskunst

 

1. Wir üben uns im Schweigen und schaffen Raum, um Gott zu begegnen und das Gespräch mit ihm zu suchen.

 

2. Wir studieren regelmäßig die Schriften der Bibel. Sie dokumentieren die Geschichte Gottes mit den Menschen.

 

3. Wir entscheiden, ob wir unsere Taufe, Gottes Bund mit uns, annehmen und Jesus folgen.   

 

4. Wir vergewissern uns unserer Berufung: Wofür übernehmen wir Verantwortung? Welcher Mensch, welche Menschen brauchen uns? Was trägt uns? Was und wen brauchen wir?

 

5. Wir suchen das Gespräch mit denen, die wie wir das Gespräch mit Gott suchen. Wir erzählen uns gegenseitig und hören uns zu. Wir üben Gastfreundschaft.

  

6. Wir lesen gemeinsam in den biblischen Schriften. Sie erzählen auch unsere Geschichte.

 

7. Wir halten Tischgemeinschaft und feiern das Brotbrechen. So bekräftigen wir den neuen Bund.

 

8. Wir verbünden uns, beten füreinander, segnen uns gegenseitig und stärken uns den Rücken. Wir sind füreinander verlässlich.

 

9. Wir bereiten uns auf den Gottesdienst vor, indem wir bewusst vor Gott treten.

 

10. Wir prüfen, ob Gott durch die Verkündigung, zu zu uns und zur Gemeinde gesprochen hat.

 

11. Wir bekennen uns zum neuen Bund, in dem wir Brot und Wein empfangen. 

 

12. Wir lassen uns segnen und beteiligen uns daran, andere zu segnen.

 

 


Hier erscheinen bald die Materialien - oder sie sind schon da:


Übersicht über "Das Kleine Dreimalvier der Evangelischen Lebenskunst"

 

Sie wird in der Präsentation "Selber Kirche Sein" und der Einführung genauer erläutert: