"Wir können an der Kirche nur bauen, wenn wir selber Kirche sind."*

Einführung in die "Berneuchener Regel"
Seminarwochenende 
vom 18. bis 20. März 2022
in der Kirche zum Frieden Gottes,
Bergisch Gladbach-Heidkamp.

Veranstaltet von der Ev. Michaelsbruderschaft 
in Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde

Was ist die "Berneuchener Regel"?

  • Schon vor rund hundert Jahren traten viele Evangelische aus ihrer Kirche aus. Andere blieben, aber mehr aus Gewohnheit. Schon damals war der Wandel erkennbar, den wir heute erleben.
  • Damals trafen sich auf dem Gut Berneuchen in der Neumark (heute Barnówko) Menschen, die das unruhig machte.
  • Sie machten sich klar: Nur, wenn wir Verantwortung für sie übernehmen, bleibt die Kirche lebendig. Nur, wenn wir gegenseitig füreinander verlässlich werden, kann echte Gemeinschaft und Geschwisterschaft entstehen. Nur, wenn wir selber Kirche sind, können wir an ihr bauen.
  • So entstand die Berneuchener Bewegung. Gemeinschaften, die sich ihr zurechnen, gibt es bis heute. Sie sind verbunden durch die sechs Sätze der "Regel des Geistlichen Lebens".
  • Die "Berneuchener Regel" eignet sich als Grundmodell für die Kirche in der Gegenwart. Wer sich verpflichtet, nach ihr zu leben, ist selber Kirche. Er trägt damit bei, um an der Kirche zu bauen.
  • Mit diesem Wochenende stellen wir die "Berneuchener Regel" vor. Wenn Sie sich überlegen, ob Sie sich an ihr orientieren wollen, können Sie sie hier erproben. Sie haben die Gelegenheit, zu prüfen, welche Bedeutung sie für Sie haben könnte. 

Wir lauten die sechs Sätze der Berneuchener Regel?

Entworfen wurden sie in den 1920ger-Jahren von Wilhelm Stählin. In der Sprache der ursprünglichen Fassung sind sie für uns nicht brauchbar.

 

Hier sind sie in der Fassung des Berneuchener Dienstes:

  1. Jeder Mensch braucht Zeiten der Sammlung und Stille. Ich bin bereit, diesen Freiraum zu suchen und zu bewahren.
  2. Die Bibel ist Grundlage christlichen Glaubens und Lebens. Ich bin bereit, in ihr heimisch zu werden und mein Leben danach auszurichten.
  3. Das Gebet gleicht dem Atem der Seele. Ich will mich betend Gott anvertrauen, mich seiner Gegenwart öffnen und fürbittend meinen Mitmenschen verbunden bleiben.
  4. Christsein wird auch konkret und erkennbar in der Beteiligung am Leben der Gemeinde vor Ort. Ich will meine Verwurzelung im Gottesdienst – in Wort und Sakrament  – wahrnehmen und mich für den Dienst in der Gemeinde bereithalten.
  5. Verbindlich leben heißt, in allem Tun sich Gott verantwortlich zu wissen. Ich will in Haus, Familie, Freundschaft und Beruf in dieser Verantwortung leben, Gottes Schöpfung achten und um Christi willen zum Dienst am Nächsten bereit sein.
  6. Persönlicher Glaube und christliches Leben brauchen die Gemeinschaft. Ich will anerkennen, dass andere meinen Weg fürbittend und seelsorglich begleiten.

Wir habe diese Sätze noch einmal vereinfacht:

 

SCHWEIGEN: Wir üben uns im Schweigen. So schaffen wir den Raum, in dem wir Gott begegnen können.

 

LESEN: Wir machen uns mit der Bibel vertraut. Sie ist die Wurzel unseres Glaubens.

 

REDEN: Wir reden mit Gott und hören auf ihn.

 

FEIERN: Wir laden uns gegenseitig in unsere Häuser ein und wirken am Leben unserer Ortsgemeinde mit, um seinen Namen anzurufen, das Wort Gottes zu hören, den Bund zu erneuern und uns gegenseitig zu segnen.

 

DIENEN: Wir sind achtsam, machen uns für andere verlässlich und übernehmen Verantwortung.

 

TEILEN: Wir nehmen gegenseitig Anteil an unserem Leben und Glauben.  

Was haben wir vor?

Freitag, 18. März 2022

18.00 Vorstellung und Einführung

19.00 Vorbereitungen

19:30 Gottesdienst in der

Tischgemeinschaft (Ende gegen 21.00)

(zum 4. und 6. Satz der Regel)

 Samstag, 19. März 2022

Ab 9:00 Kaffee zum Ankommen und Morgengebet

9.45 Übungen zum Schweigen und Loslassen

(zum 1. Satz der Regel)

10:45 Übungen zum Bibel-Teilen

(zum 2. Satz der Regel)

11:30 Übungen zum Gebet

(zum 3. Satz der Regel)

12:15 Gottesdienst mit Tauferinnerung und Salbung (öffentlich)

 

Samstag, 20. März 2022

10:00 Teilnahme am Gemeindegottesdienst

11:00 Kirchenkaffee & Werkstattgespräch: Was geht uns die Berneuchener Regel an? Wie könnten wir selbst nach ihr leben?

(zum 5. Satz der Regel)

12:00 Mittagsgebet und Reisesegen.

Was ist sonst noch wichtig?

Verantwortlich:   

Stephan Sticherling, Ev. Michaelsbruderschaft, Düsseldorf

Norbert Gehrts, Prädikant, Kirche zum Frieden Gottes, Bergisch Gladbach

 

Ort: 

Kirche zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, Bergisch Gladbach
(Parkplätze sind vorhanden; ÖPNV: Bus 227 oder 400, beide vom S-Bahnhof Bergisch Gladbach, bis Haltestelle "Lerbacher Weg")

 

Kontakt, Anmeldung, Information:

Stephan Sticherling, 0152 21523490 / stephan.sticherling@ekir.de

 

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt (max. 12 Personen). Frühzeitige Anmeldung erbeten. Die Teilnahme ist nur an der ganzen Veranstaltung möglich. Der Tauferinnerungs-Gottesdienst am Samstagmittag sowie der Gemeindegottesdienst am Sonntag sind öffentlich.